Bava Batra 287

Kapitel 287

א אודייני השכר לאמצע והא אודייני דמחמת עצמו [הוא] שאני אודייני דלנטירותא הוא דעבידא ואפילו קטנים נמי מצו מנטרי לה:
1 sei der Gewinn für die Masse, und bei einem Deckelbrunnen erfolgt ja [der Gewinn] durch sie selber!? – Anders verhält es sich bei einem Deckelbrunnen; bei diesem erfolgt dies nur durch die Bewachung, und bewachen können ihn auch Kinder.
ב אמרו ראו מה שהניח אבא הרי אנו עושין ואוכלין השביחו לעצמן: רב ספרא שבק אבוה זוזי שקלינהו עבד בהו עיסקא אתו אחי תבעוהו בדינא קמיה דרבא אמר להו רב ספרא גברא רבה הוא לא שביק גירסיה וטרח לאחריני:
2 W<small>ENN SIE ABER GESAGT HABEN: SEHT, WAS UNSER</small> V<small>ATER HINTERLASSEN HAT, WIR WOLLEN ES BEARBEITEN UND</small> [<small>DEN</small> E<small>RTRAG</small>] <small>GENIESSEN, SO HABEN SIE ES FÜR SICH MELIORIERT</small>. Der Vater R. Saphras hinterließ Geld, und dieser nahm es und trieb damit Handel. Da kamen seine Brüder und luden ihn zu Gericht vor Raba. Da sprach er zu ihnen: R. Saphra ist ein bedeutender Mann; er braucht nicht sein Studium zu vernachlässigen und sich für andere zu bemühen.
ג האשה שהשביחה את הנכסים השביחה לאמצע: אשה בנכסי יתמי מאי עבידתה אמר רבי ירמיה באשה יורשת
3 E<small>BENSO HAT EINE</small> F<small>RAU, WENN SIE DIE</small> G<small>ÜTER MELIORIERT HAT, DIESE FÜR DIE</small> M<small>ASSE MELIORIERT</small>. W<small>AS HAT DIE</small> F<small>RAU</small><small>MIT DEN</small> G<small>ÜTERN DER</small> W<small>AISEN ZU SCHAFFEN</small>? R. Jirmeja erwiderte: Wenn die Frau Erbin ist. –
ד פשיטא מהו דתימא כיון דלאו דרכה למטרח אף על גב דלא פריש כמו דפריש דמי קמשמע לן:
4 Dies ist ja selbstverständlich!? – Man könnte glauben, da es nicht ihre Art ist, sich damit zu bemühen, sei es, auch wenn sie es nicht gesagt hat, ebenso als würde sie es gesagt haben, so lehrt er uns.
ה ואם אמרה ראו מה שהניח לי בעלי הריני עושה ואוכלת השביחה לעצמה: פשיטא מהו דתימא כיון דשביחא לה מילתא דאמרי קא טרחא קמי יתמי אחולי אחלה קא משמע לן
5 W<small>ENN SIE ABER GESAGT HAT: SEHT, WAS MEIN</small> M<small>ANN MIR HINTERLASSEN HAT, ICH WILL ES BEARBEITEN UND</small> [<small>DEN</small> E<small>RTRAG</small>] <small>GENIESSEN, SO HAT SIE ES FÜR SICH MELIORIERT</small>. Selbstverständlich!? – Man könnte glauben, da es zu ihrem Lobe gereicht, wenn man von ihr sagt, sie bemühe sich für die Waisen, habe sie darauf verzichtet, so lehrt er uns.
ו אמר רבי חנינא המשיא אשה לבנו גדול בבית קנאו ודוקא גדול ודוקא בתולה ודוקא אשתו ראשונה ודוקא שהשיאו ראשון
6 R. Ḥanina sagte: Wenn jemand seinen erwachsenen Sohn in einem Hause verheiratet, so hat dieser es geeignet. Dies gilt jedoch nur von einem Erwachsenen, nur mit einer Jungfrau, nur wenn sie seine erste Frau ist, und er ihn als ersten verheiratet.
ז פשיטא ייחד לו אביו בית ועלייה בית קנה עלייה לא קנה בית ואכסדרה מהו שני בתים זה לפנים מזה מהו תיקו
7 Selbstverständlich ist es, daß, wenn der Vater ihm ein Haus mit einem Söller angewiesen hat, dieser das Haus geeignet und den Söller nicht geeignet habe; wie ist es aber, wenn ein Haus mit einer Vorhalle? Wie ist es, wenn zwei Häuser, eines hinter dem anderen? – Dies bleibt unentschieden.
ח מיתיבי ייחד לו אביו בית וכלי בית כלי בית קנה בית לא קנה אמר רבי ירמיה כגון שהיה אוצרו של אביו מונח שם נהרדעי אמרי אפילו שובכא דיוני רב יהודה ורב פפי אמרי אפילו עציצא דהרסנא מר זוטרא אנסביה לבריה ותלא ליה סנדלא רב אשי נסביה לבריה ותלא ליה אשישא דמשחא
8 Man wandte ein: Wenn sein Vater ihm Haus und Hausrat angewiesen hat, so hat er den Hausrat geeignet und das Haus nicht geeignet!? R. Jirmeja erwiderte: Wenn da der Vorratsraum seines Vaters sich befindet. Die Nehardee͑nser sagten, selbst wenn nur ein Taubenschlag. R. Jehuda und R. Papi sagten, selbst wenn nur ein Fischnapf.
ט אמר מר זוטרא הני תלת מילי שוינהו רבנן כהלכתא בלא טעמא חדא הא אידך דאמר רב יהודה אמר שמואל הכותב כל נכסיו לאשתו לא עשאה אלא אפוטרופא אידך דאמר רב מנה לי בידך תנהו לפלוני במעמד שלשתן קנה:
9 Mar Zuṭra verheiratete seinen Sohn und brachte da eine Sandale hinein. R. Aši verheiratete seinen Sohn und brachte da einen Ölbecher hinein. Mar Zuṭra sagte: Folgende drei Dinge haben die Rabbanan zur Halakha ohne Begründung gemacht. Das eine ist das, was wir gesagt haben. Das andere ist das, was R. Jehuda im Namen Šemuéls gesagt hat, daß, wenn jemand sein ganzes Vermögen seiner Frau verschrieben hat, er sie nur zur Verwalterin gemacht habe. Und das dritte ist das, was Rabh gesagt hat, daß, [wenn jemand sagt:] ich habe bei dir eine Mine, gib sie jenem, jener sie, wenn sie alle drei beisammen sind, geeignet habe.